Lotto-Cup 2015

 

 

Liebe Handballfreunde!

Zum 24. Mal findet am 22./23. August 2014 der LOTTO-Cup der Handballdamen in Ludwigsburg statt. Eines der besten deutschen Turniere für Frauenmannschaften auf Top-Niveau. Der Veranstalter SV Oßweil freut sich auf Spitzenmannschaften aus mehreren Ländern und viele Handballfans.

Auf www.sv-ossweil.de/lotto-cup 2015.html und im Facebook unter Lotto-Cup 2015 werden aktuelle Informationen rund um den LOTTO-Cup 2015 gegeben. Die Seiten sind noch im Aufbau, werden aber Schtitt für Schritt erweitert.

Herzlich willkommen beim LOTTO-Cup 2015!

 

NEWS

Neckarsulm entreißt Göppingen den LOTTO-Cup

Der LOTTO-Cup 2015 endete mit einer dicken Überraschung. Der favorisierte Erstligist und Titelverteidiger FA Göppingen hatte im Finale gegen die Neckarsulmer SU keine Chance und unterlag dem Zweitligisten mit 10:19 Toren. Den dritten Platz bei dem von insgesamt 24 Teams aus fünf Ländern besuchten Turnier teilten sich der Schweizer Meister LK Zug und der holländische Vizemeister VOC Amsterdam. Als beste Spielerin wurde die holländische Nationalspielerin Maxime Struijs (Göppingen) ausgezeichnet, als beste Torhüterin und gleichzeitig beste Nachwuchsspielerin Elin Jona Thorsteinsdottir von Haukar Hafnarfjördur (Island).

Am ersten Turniertag verpassten gleich vier der elf angetretenen Bundesligisten den Sprung in die Finalrunde und mussten stattdessen in der B- und C-Runde um die Plätze 13 bis 24 spielen. Am Ende sprang in der B-Runde Platz 14 für die SG H2Ku Herrenberg heraus. In der C-Runde, die mit drei Zweitligisten bestückt war, gewann die TG Nürtingen, die damit vor den Vulkan Ladies und Mainz 05 den 21. Platz holte.

Keine Finalteilnahme an Morgants Geburtstag

Als Nellingens Coach Pascal Morgant am Sonntag die Halle betrat, wurde dort „Happy Birthday“ abgespielt und seine Spielerinnen brachten ihm ein Geburtstagsständchen. Morgant wurde am Finaltag des LOTTO-Cups 40 Jahre alt. Zu weiteren Freudengesängen hatten die Nellingerinnen, die in den letzten sechs Jahren fünfmal im LOTTO-Cup-Finale standen, aber keine Gelegenheit. Nachdem am Samstag mit vier Siegen alles planmäßig lief, kamen die „Hornets“ in ihren zwei Zwischenrundenspielen am Sonntag nur zu einem Punkt und mussten in ihrer Gruppe den Schweizerinnen von LK Zug und Sachsen Zwickau den Vortritt lassen. Zum Spielverderber wurde HCD Gröbenzell. Die engagiert aufspielenden Oberbayerinnen, der beste Drittligist des Turniers, erzielten in letzter Sekunde den 15:15-Ausgleich gegen Nellingen und zerstörten damit früh die Träume des TVN von der erneuten Finalteilnahme.
LOTTO-Cup begeistert Isländerinnen

In der Zwischenrundengruppe 2 war Göppingen dominierend, gewann alle Spiele deutlich, darunter auch das Duell mit Neckarsulm 17:10. Den zweiten Platz sicherte sich Neckarsulm nach einem spannenden Spiel gegen Bensheim-Auerbach (16:13). Die Isländerinnen von Haukar Hafnarfjördur waren gegen die starke Konkurrenz machtlos, zumal sie am Sonntag ohne ihre überragende Litauerin Ramune Pekaskyte auskommen mussten. Trainer Oskar Armannsson war trotzdem begeistert: „So etwas wie dieses hervorragende Turnier gibt es in Island nicht. So gute Mannschaften, wie die in unserer Gruppe schon gar nicht. Das war eine großartige Erfahrung für uns!“.

In der Zwischenrundengruppe 3 wiesen vor der letzten Spielrunde alle Mannschaften 2:2 Punkte auf. Die beiden Finalplätze sicherten sich die Trierer Miezen durch ein 11:8 gegen die Französinnen aus Yutz sowie der holländische Vizemeister VOC Amsterdam durch ein 13:10 gegen den HC Rödertal. Wie die „Hornets“ aus Nellingen konnten die „Rödertalbienen“ ihre starken Auftritte vom ersten Turniertag nicht mehr fortsetzen und machten am Sonntag keinen Stich mehr.

Zug als „Lucky Loser“ im Halbfinale

Im Viertelfinale überrollte Göppingen die Trierer Miezen mit 16:10 und Neckarsulm behauptete sich mit 12:10 gegen Zwickau. Eng ging es zwischen Zug und Amsterdam zu. Mit zwei Toren in der Schlussminute machten die Holländerinnen aus einem 11:12-Rückstand noch einen 13:12-Sieg. Da der knappste Verlierer des nur aus drei Spielen bestehenden Viertelfinales als „Lucky Loser“ ins Halbfinale einzog, reichte diese knappe Niederlage auch Zug zum Sprung unter die letzten Vier.

Göppingens komplett neuformierte Mannschaft funktionierte auch im Halbfinale gegen Amsterdam prächtig. Gegen den von Ana Petrinja, Klaudia Pielesz, Prudence Kinlend und Maxime Struijs aus dem Rückraum ausgeübten Druck fand der holländische Vizemeister kein Mittel und verlor 13:19. Parallel dazu tat sich Neckarsulm gegen die schnellen Schweizerinnen aus Zug deutlich schwerer, lag aber meist knapp vorne und zog mit 18:15 ebenfalls ins Finale ein. Für Zugs „Macher“ Peter Stutz war die Niederlage kein Beinbruch: „Wir haben hier ausgezeichnete Leistungen gegen Top-Gegner gezeigt und uns mit dem dritten Platz belohnt. Im nächsten Jahr kommen wir wieder zum LOTTO-Cup und wollen noch etwas weiter nach oben klettern!“

Neckarsulmer Spielrausch im Finale

Im Endspiel trauten die zahlreichen Fans ihren Augen nicht. Statt des favorisierten Titelverteidigers Frisch Auf, der den schwäbischen Rivalen noch wenige Stunden zuvor im Gruppenspiel 17:10 abgefertigt hatte, dominierten die Neckarsulmerinnen vom Anpfiff weg die Partie. Göppingen fand gegen den starken NSU-Innenblock mit Alena Vojtiskova und Isabel Tisekker kein Mittel. Ballverluste und daraus resultierende Neckarsulmer Gegenstöße waren die Folge. Luisa Gerber war in ihrer Heimatstadt Ludwigsburg nicht zu halten und mit drei Treffern maßgeblich daran beteiligt, dass die Sport-Union schnell 4:2 vorne lag. Mehr als der Anschlusstreffer zum 4:3 durch Iris Guberinic war Göppingen nicht vergönnt. Neckarsulm unterstrich seine Erstliga-Ambitionen und zog zur Verblüffung der zahlreichen Fans auf 9:5 davon. FAG schien geschockt, handelte sich zwei Zeitstrafen ein. Diese Chance ließ sich der Zweitligist nicht entgehen. Kreisläuferin Katrin Fischer und Linksaußen Hanna Breitinger sorgten mit drei Treffern in Folge für die Vorentscheidung. Neckarsulm spielte sich in einen Rausch, lag beim 18:8 nach 26 Minuten erstmals zehn Tore vorne. Am Ende hatte der Außenseiter 19:10 gewonnen. Das Team von Emir Hadzimuhamedovic feierte den ersten Gewinn des LOTTO-Cups frenetisch. Die besten NSU-Werferinnen im Finale waren Luisa Gerber, Isabel Tisekker und Katrin Fischer mit je vier Treffern, bei Göppingen trafen Maxime Struijs und Klaudia Pielesz je dreimal.

Top-Spielerin: Struijs und Thorsteinsdottir

Bei der Wahl der besten Spielerin des Turniers gab es aber einen Göppinger Sieg. Die holländische Nationalspielerin Maxime Struijs gewann die Abstimmung vor Nürtingens Linkshänderin Verena Breidert und Isabel Tisekker aus Neckarsulm. Als beste Torhüterin und gleichzeitig beste Nachwuchsspielerin des LOTTO-Cups wurde Elin Jona Thorsteinsdottir geehrt. Die bereits in der isländischen Nationalmannschaft eingesetzte 18-Jährige begeisterte mit ihren zahlreichen Paraden die Zuschauer. „Einfach Bombe, was die hielt“, meinte einer der Juroren. Auch den elf anwesenden Bundesligisten sind die Top-Leistungen der jungen Haukar-Keeperin sicher nicht entgangen.

 

Endstand Zwischenrunde:
Gr. Z 1: Zwickau (4:2 Punkte), 2. Zug (4:2), 3. Nellingen (3:3), 4. Gröbenzell (1:5)
Gr. Z 2: 1. Göppingen (6:0), 2. Neckarsulm (4:2), 3. Bensheim (2:4), 4. Hafnarfjördur (0:6)
Gr. Z 3: 1. Amsterdam (4:2), 2. Trier (4:2), 3. Rödertal (2:4), 4. Yutz (2:4)

Ergebnisse Viertelfinale:
Göppingen – Amsterdam 19:13
Neckarsulm – Zwickau 12:10
Amsterdam – Zug 13:12

Ergebnisse Halbfinale:
Göppingen  - Amsterdam 19:13
Neckarsulm – Zug 18:15

Finale:
Neckarsulm – Göppingen 19:10

 

Endstand B-Runde:
Gr. T 1: 1. Ketsch (4:2), 2. Herrenberg (4:2), 3. Pforzheim (2:4), 4. Achenheim-Truchtersheim (2:4)
Gr. T 2: 1. GC Amicitia Zürich (4:2), 2. SG BBM Bietigheim 2 (4:2), 3. TSV Birkenau (4:2), 4. ESV Regensburg (0:6)

Halbfinale B-Runde:
Herrenberg – Zürich 20:10
Bietigheim – Ketsch 12:24

Endspiel B-Runde:
Ketsch – Herrenberg 5:3 nach 7 m-Werfen

 

C-Runde:
Gr. T3: 1.Nürtingen (6:0), 2. Vulkan Ladies (4:2), 3. Mainz 05 (2:4), 4. Bayreuth (0:6)

 

Endstand des LOTTO-Cups 2015:

  1. Neckarsulmer SU
  2. Frisch Auf Göppingen
  3. VOC Amsterdam (NL) und LK Zug (CH)
  4. BSV Sachsen Zwickau + Trierer Miezen

7.TV Nellingen + HSG Bensheim-Auerbach + HC Rödertal
10.ESC Yutz (F)+ HCD Gröbenzell + Haukar Hafnarfjördur (IS)
13.TSG Ketsch
14. SG H2Ku Herrenberg
15. GC Amicitia Zürich (CH) + SG BBM Bietigheim 2
17. HSG Pforzheim + TSV Birkenau
19. ATH Achenheim-Truchtersheim (F) + ESV Regensburg

  1. TG Nürtingen
  2. Vulkan Ladies Koblenz(Weibern
  3. 1.FSV Mainz 05
  4. Haspo Bayreuth

 

Dicke Überraschungen würzen den LOTTO-Cup

Elf deutsche Bundesligisten waren beim LOTTO-Cup angetreten. Nach der Vorrunde am Samstag haben nur noch sieben dieser Teams eine Chance auf den Turniersieg. Mit Herrenberg, Nürtingen, Mainz und den Vulkan Ladies verpassten gleich vier Bundesligisten die Finalrunde der zwölf besten Teams. Dagegen setzte sich Titelverteidiger FA Göppingen gut in Szene und gewann alle bisherigen Partien.

Starke internationale Teams

Die Bundesligisten ließen kräftig Federn, die ausländischen Gäste trumpften fast durch die Bank stark auf. Mit dem Isländerinnen von Haukar Hafnarfjördur, dem französischen Zweitligisten ESC Yutz, Hollands Vizemeister VOC Amsterdam und dem Schweizer Meister und Pokalsieger schafften gleich vier internationale Mannschaften den Sprung in die Finalrunde. Zu den vier ausländischen Teams und Frisch Auf Göppingen kommen die sechs Zweitligisten Neckarsulmer SU, HC Rödertal, HSG Bensheim-Auerbach, DJK MJC Trier, TV Nellingen und BSV Sachsen Zwickau. Hecht im Karpfenteich ist Süd-Drittligist HCD Gröbenzell.

Die Finalrunde wird zunächst in drei Vierergruppen gespielt. Jedes Team absolvierte bereits am Samstag ein Spiel. Dabei gab es Siege für Göppingen  (16:13 gegen Bensheim), Zug (16:12 gegen Gröbenzell), Neckarsulm (13:10 gegen Hafnarfjördur), Nellingen (16:11 gegen Zwickau) Rödertal (14:10 gegen Yutz) und Amsterdam (14:12 gegen Trier). Diese sechs Teams haben damit die besten Aussichten auf den Einzug ins Achtelfinale.

Drei Zweitligisten in der C-Runde

In der B-Runde spielen acht Teams um die Plätze 13 bis 20. Favorit in der B-Runde ist Zweitligist Herrenberg. In der C-Runde, die um die Plätze 21 bis 24 spielt, hat sich ein namhaftes Feld zusammengefunden. Mit Mainz, Nürtingen und den Vulkan Ladies sind hier drei Teams versammelt, die als Anwärter auf den Turniersieg galten. Vierter im Bunde ist Ost-Drittligist Haspo Bayreuth. Dessen Trainer Tom Hankel konnte angesichts dieser Gegner sein „Glück“ kaum fassen: „Drei Zweitligisten in der C-Runde um die Plätze 21 bis 24, das gibt es nur beim LOTTO-Cup. Das Turnier unglaublich gut besetzt.“

Der LOTTO-Cup wird am Sonntag in Ludwigsburg fortgesetzt. Ab 10 Uhr gehen die 24 teilnehmenden Teams in den Hallen an der Alleenstraße und in der Innenstadt-Sporthalle wieder auf Torjagd. Das Finale ist für 17 Uhr angesetzt.

Die Entscheidung über den Turniersieg fällt am Sonntag zwischen 10 und 17 in den Sporthallen an der Alleenstraße und der Innenstadt-Sporthalle in Ludwigsburg.

 

Endstand der Vorrundengruppen:

Gruppe A: 1. Nellingen (6:0), 2. Haukar (4:2), 3. Pforzheim (2:4), 4. Mainz 05 (0:6)

Gruppe B: 1. Yutz (6:0), 2. Zwickau (3:3), 3. Herrenberg (2:4), 4. Bietigheim 2 (1:5)

Gruppe C: 1. Neckarsulm (5:1), 2. Rödertal (4:2), 3. Ketsch (3:3), 4. Bayreuth (0:6)

Gruppe D: 1. Zug (6:0), 2. Bensheim-Auerbach (4:2), 3. Regensburg (2:4), 4. Nürtingen (0:6)

Gruppe E: 1. Amsterdam (5:1), Gröbenzell (5:1), 3. Zürich (2:4), 4. Vulkan Ladies (0:;6)  

Gruppe F: 1. Göppingen (6:0), 2. Trier (2:4), 3. Birkenau (2:4), 4. Achenheim (2:4)

 

Top-Turnier der Handballfrauen am 22./23. August in Ludwigsburg

Spitze in Deutschland – der LOTTO-Cup!

Die Fans des Frauenhandballs blicken am 22./23. August nach Ludwigsburg. Beim LOTTO-Cup des SV Oßweil spielen mehr Bundesligisten mit als bei jedem anderen Turnier in Deutschland. Von den 30 Bundesligisten kämpfen elf – also mehr als ein Drittel! – beim LOTTO-Cup um den begehrten Turniersieg. Dazu kommen noch sechs ausländische Spitzenmannschaften und mehrere ambitionierte Drittligisten. Gespielt wird am Samstag, 22. August, von 10-19 Uhr und am Sontag, 23. August, 10-18 Uhr, in den Sporthallen an der Alleenstraße in Ludwigsburg und der daneben liegenden Innenstadt-Sporthalle.

Handball-Hochburg Oßweil! Deutscher Vizemeister 1951, ein Jahr 1. Bundesliga und zehn Jahre 2. Liga, zweimal Deutscher A-Jugendmeister - beim LOTTO-Cup lebt dieser Mythos wieder auf. Dafür sorgen über 50 Nationalspielerinnen in den 24 teilnehmenden Mannschaften aus fünf Ländern, aber auch zwei ehemalige Oßweiler Bundesligaspieler: Pascal Morgant kommt als Trainer des TV Nellingen zum Turnier, Oskar Armannsson reist mit seinem Haukar-Team sogar per Flugzeug sogar aus Island an.

Nellingen und Haukar gehören zwar zum erweiterten Favoritenkreis, höher gewettet werden aber einige andere Klubs. VOC Amsterdam zum Beispiel. Der holländische Vizemeister und Europacupteilnehmer will den Bann brechen und als erstes ausländisches Team den LOTTO-Cup gewinnen. Der ist im Moment noch im Besitz des Bundesligisten Frisch Auf Göppingen und die meist von zahlreichen Fans begleitete Mannschaft vom Hohenstaufen hat bereits angekündigt, dass sie den Pokal erfolgreich verteidigen will.

Mit dem LK Zug, dem in der Schweiz das Double glückte – Meisterschaft und Pokal – ist ein weiteres internationales Team scharf darauf, den LOTTO-Cup erstmals ins Ausland zu entführen. Beinahe geschafft hätte dies vor elf Jahren ESC Yutz. Damals erreichten die Französinnen aus Lothringen das Finale, unterlagen aber nach Verlängerung. Jetzt nimmt man einen neuen Anlauf.

Aber die Phalanx der deutschen LOTTO-Cup-Teilnehmer ist stark. Mit der HSG Bensheim-Auerbach, der Neckarsulmer SU und Sachsen Zwickau sind alle Aufstiegsfavoriten der 2. Bundesliga am Start, dazu noch die Trierer Miezen und den Vulkan-Ladies aus Koblenz-Weibern als letztjährige Erstligisten. Zu den zehn Teilnehmern aus der 2. Bundesliga gehören auch der 1. FSV Mainz 05, die SG H2Ku Herrenberg, der HC Rödertal aus Sachsen sowie Aufsteiger TG Nürtingen. Und natürlich die  „Hornets“ aus Nellingen. In den letzten sechs Jahren stand die Mannschaft von Pascal Morgant fünfmal im Finale!

Das Teilnehmerfeld komplettieren die Damen des französischen ATH Achenheim-Truchtersheim, der ambitionierte Schweizer Erstligist GC Amicitia Zürich und sieben weitere deutsche Teams. Dabei genießen zwei Drittligisten aus dem Süden besondere Aufmerksamkeit. Die Formation des zweimaligen LOTTO-Cup-Gewinners TSG Ketsch ist der erklärte Aufstiegsfavorit in die 2. Bundesliga. Wenn da nicht die HSG Pforzheim wäre. Ex-Bundestrainer Dago Leukefeld, der das Team aus der Goldstadt kürzlich unter die Lupe nahm, traut der HSG viel zu: „Pforzheim hat sich gut verstärkt und kann für eine Überraschung sorgen!“

Beim LOTTO-Cup tragen andere die Favoritenbürde. Titelverteidiger Göppingen wird es schwer haben, die begehrte Trophäe abermals zu gewinnen. Die Fans des Gastgebers SV Oßweil drücken vor allem den Mannschaften ihrer ehemaligen Spieler Morgant und Armannsson die Daumen. Nellingen gegen Haukar Hafnarfjördur – das wäre aus ihrer Sicht das Traumfinale des 24. LOTTO-Cups! Doch 22 andere Mannschaften haben ganz andere Pläne. Für Spannung ist gesorgt. Das Handballfest LOTTO-Cup kann steigen!

 

24. LOTTO-Cup mit elf Bundesligisten

Noch besser, noch größer: Der 24. LOTTO-Cup der Handballfrauen in Ludwigsburg am 22./23. August bietet ein bundesweit einmaliges Teilnehmerfeld. Bei keinem anderen Turnier spielen so viele Bundesligisten und ausländische Spitzenmannschaften mit. Die weiteste Anreise hat Haukar Hafnarfjördur aus Island.

Wegen des riesigen Interesses wird der LOTTO-Cup auf 24 Mannschaften ausgeweitet. Wie der Veranstalter SV Oßweil bekanntgab, sind gleich elf deutsche Bundesligisten am Start: Titelverteidiger FA Göppingen, die Vulkan-Ladies aus Koblenz-Weibern, die Trierer Miezen, der TV Nellingen, Sachsen Zwickau, HSG Bensheim-Auerbach, HC Rödertal, die Neckarsulmer SU, FSV Mainz 05, H2Ku Herrenberg und TG Nürtingen. Erstmals nimmt mit Haukar Hafnarfjördur ein isländischer Erstligist teil. Aus Holland kommt der Vizemeister VOC Amsterdam, aus Frankreich der ESC Yutz und Achenheim-Truchtersheim. Mit Meister und Pokalsieger LK Zug, Vizemeister Spono Nottwil sowie GC Ami Zürich ist auch die Schweizer Spitze vertreten. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch sechs Drittligisten aus den Staffeln Süd und Ost.

Riesen-Interesse am LOTTO-Cup
Schon bisher war der LOTTO-Cup das deutsche Frauenturnier mit den meisten Spitzenmannschaften. Seit das Turnier auf zwei Tage ausgedehnt wurden, umfasste das Teilnehmerfeld meist 20 Mannschaften. Das könnte am 22./23. August 2015 noch getoppt werden. Eine Vielzahl von Anmeldungen ging ein. Selbst nach dem Teams unterhalb der 3. Liga abgesagt wurde, blieben noch immer 26 Teams übrig – davon elf deutsche Bundesligisten und sieben ausländische Spitzenmannschaften, die alle eine Teilnahmebestätigung erhielten. Daneben gibt es noch acht Drittligisten, die mitspielen wollen. Organisator Paul Herbinger prüft jetzt, ob es möglich ist, das Turnier von 20 auf 24 Mannschaften auszuweiten. Dazu bedarf es neben der erforderlichen Hallenfläche auch einer entsprechenden Zahl von Schiedsrichtern und einige weitere Dinge. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen, daher können die jetzt auf der Warteliste stehenden Drittligisten erst ab 10. Juni informiert werden, ob sie am LOTTO-Cup teilnehmen können.

Isländerinnen beim LOTTO-Cup?
Zu Zweitligazeiten der TSG Oßweil war der Isländer Oskar Armannsson nicht nur Spielmacher der Oßweiler, sondern auch ein erfolgreicher Jugendtrainer. Nach absolviertem Studium an der Sporthochschule in Köln kehrte „Oschgarr“ in seine Heimat zurück, übernahm eine wichtige Position in einem isländischen Ministerium, wurde Co-Trainer beim Erstligisten Haukar Hafnarfjördur. Mit den Männern von Haukar feierte er viele Erfolge, erst kürzlich wurde die Mannschaft isländischer Meister 2015. Jetzt wechselte Oskar zu den ebenfalls in der 1. Liga spielenden Haukar-Frauen, wurde dort Chef-Trainer – und will mit seinem neuen Team zum LOTTO-Cup. Wenn die „Isis“ die großen Kosten für die sechstägige Flugreise zum Turnier stemmen können, werden sie am 22./23. August als erstes Team ihres Landes beim LOTTO-Cup dabei sein.

Glückwunsch nach Amsterdam
Wir freuen uns über die Zusage von VOC Amsterdam! Die Mannschaft aus der Grachtenstadt will den ersten ausländischen Turniersieg beim LOTTO-Cup schaffen. Das Zeug dazu hat das Team: VOC wurde in den Niederlanden Vizemeister. Herzlichen Glückwunsch!

Meister und Vizemeister der Schweiz kommen
Herzlichen Glückwusch an LK Zug und Spono Nottwil. Die beiden Teams lieferten sich in den Finalspielen ein von unglaublicher Dramatik geprägtes Duell. Spono hatte die Finalrunde als Erster abgeschlossen und damit in den maximal drei Endspielen (Best of 3) gegen den Zweiten Zug den Vorteil, das möglicherweise entscheidende dritte Spiel vor eigenem Publikum austragen zu können. Das erste Endspiel gewann Zug im Siebenmeterwerfen, nachdem Gastgeber Nottwil jeweils in der letzten Sekunde der normalen Spielzeit, der ersten und der zweiten Verlängerung den Ausgleichstreffer erzielen konnte! Ähnlich umkämpft war die zweite Partie in Zug. Erst in den letzten Minuten konnte sich LKZ absetzen und mit 2:0-Siegen wie schon 2014 den Titel holen. Revanche beim LOTTO-Cup? Beide Schweizer Top-Teams spielen mit!

Frisch Auf Göppingen verteidigt seinen Titel
Frisch Auf Göppingen, der Turniersieger des letzten LOTTO-Cups, wird auch 2015 in Ludwigsburg starten. Das Team von Aleksandar Knezevic schaffte den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga – Herzlichen Glückwunsch! – und will mit einer neuformierten Mannschaft den 2014 errungenen Titel beim LOTTO-Cup verteidigen.  

Schaulaufen der 2. Bundesliga
Das gibt es nur beim LOTTO-Cup: Von den 16 Mannschaften der 2. Bundesliga kommen zehn (!) zum Turnier des SV Oßweil am 22./23. August. Darunter mit Neckarsulm, Nellingen, Zwickau, Trier, Bensheim und Weibern alle Aufstiegskandidaten. Die weiteren teilnehmenden Zweitligisten sind Herrenberg, Rödertal, Mainz 05 und Aufsteiger Nürtingen. Herzlich willkommen!

Bienvenue ESC et ATH
Mit dem ESC Yutz und ATH Achenheim-Truchtersheim starten zwei französische Teams beim LOTTO-Cup. Die Mannschaft aus Yutz schrammte vor einigen Jahren knapp am Turniersieg vorbei. Im Finale unterlag der ESC den damals in der 1. Bundesliga spielenden Ketscher „Bären“ nur knapp. Nach dem Zweitligisten aus Lothringen – Yutz liegt zwischen Metz und Luxemburg – hat kein ausländisches Team mehr den Sprung ins Finale geschafft. Beenden die Französinnen diese Serie?